EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Wuppertal-Unterbarmen von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2022 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten
Bau und Streckeneröffnung Die Bauarbeiten an der Teilstrecke zwischen Elberfeld-Döppersberg und Dortmund begannen 1845. Am 9. Oktober 1847 eröffnete die Bergisch- Märkische Eisenbahn-Gesellschaft (BME) ihre erste Teilstrecke nach Schwelm. Die 58,2 Kilometer lange Gesamtstrecke zwischen Elberfeld (heute Wuppertal Hbf) und Dortmund wurde am 29. Dezember 1848 für den Güterverkehr und am 9. März 1849 für den Personenverkehr in Betrieb genommen. Unterbarmen war damals ein Stadtteil von Barmen. Der Bahnhof Unterbarmen BM eröffnete erst 1880.

Das Empfangsgebäude Wuppertal-Unterbarmen

Es ist anzunehmen, da es keine Abbildungen des Gebäudes gibt, dass das mehrgliedrige Stationsgebäude in Seitenlage unterhalb des Bahndamms aus Backstein 1880 errichtet wurde, wie es noch heute von der Gleisseite aus zu sehen ist. 1912 entstand ein symmetrischer Vorbau der einen runden, turmähnlichen, zweistöckigen Gebäudeteil mit einseitig abgerundetem Walmdach in der Gebäudemitte sowie zwei einstöckige Anbauten mit einem Mezzanin (Halb- oder Zwischengeschoss) mit flachem Walmdach besaß. Das Eingangsportal befand sich im Mittelteil des Stationsgebäudes. Die Fassaden an der Ortsseite des Erdgeschosses und der ganze Mittelbau wurden mit Werkstein verblendet. Über den hohen Sprossenfenstern waren Schmuckelemente angebracht worden. Die seitlichen Türen verfügten über ein halbrundes Fenster mit angedeutetem Schlussstein und einem darunter befindlichen, überdachten First über der Tür. Das Mezzanin der Anbauten sowie die Fassaden der Gleisseite waren verputzt. Im Mittelbau befand sich die Eingangshalle mit Fahrkarten- und Gepäckschalter sowie ein direkter Zugang zum Personentunnel. Im Obergeschoss lagen die Wohnungen des Bahnhofsvorstehers und des Bahnhofswirts. In den Anbauten befand sich das Bahnhofsrestaurant und Diensträume. Auch der schmale Bahnhofsvorplatz ist ein Indiz für einen Vorbau. Er musste durch eine Bruchsteinmauer zur Straße hin abgestützt werden. Westlich des Stationsgebäudes gibt es an der Bruchsteinmauer einen Treppenaufgang, der zu einer eisernen Personenbrücke führt. Die Gleisanlage bestand anfangs aus einem Inselbahnsteig und einem Umfahrgleis mit Abstellgleis zum Güterschuppen mit Seiten- und Kopframpe. Ein Gleisanschluss führte zu einer Brauerei. Später erhielt der Bahnhof einen Güterbahnhof mit Güterabfertigung für die Stückgutverladung. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse II mit beschränktem Güterverkehr. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen 1860 wurde auf dem Streckenabschnitt Elberfeld - Schwelm das zweite Streckengleis verlegt. Dabei entstand der zweite überdachte Inselbahnsteig. Die Umbenennung in Barmen-Unterbarmen erfolgte 1897. Bis 1929 war Barmen eine selbstständige Stadt. Ab 1930 hieß der Bahnhof Unterbarmen. Die Deutsche Bundesbahn (DB) benannte den Bahnhof 1952 in Wuppertal- Unterbarmen um. 1978 wurde das Reiterstellwerk und das Stellwerk im Ostkopf aus dem Betrieb genommen und später abgerissen. 1988 wurde der Bahnhof für den S-Bahnbetrieb umgebaut. Dafür wurde die Gleisanlage reduziert und ein Inselbahnsteig abgetragen. 2003 modernisierte die Deutsche Bahn AG (DBAG) das Empfangsgebäude. 2004 schloss der Gastronomiebetrieb. Am 9. August 2016 verkaufte die DBAG des Stationsgebäude an einen Investor. Was hat sich verändert, was ist geblieben Das Empfangsgebäude von 1912 ist erhalten, befindet sich jedoch in einem desolaten Zustand. Der Bahnhof wird nur noch für den S-Bahn-Verkehr genutzt.
Bilder Unterbarmen
Luftaufnahme
Aachen - Kassel Aachen Hbf Kassel Hbf Planung und Konzession

Bahnstation Wuppertal-Unterbarmen