EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Wuppertal-Ronsdorf von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2022 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten
Bau und Streckeneröffnung Am 16. Juli 1897 eröffnete die Bergisch-Märkische Eisenbahn- Gesellschaft (BME) ihre 35,0 Kilometer lange Gesamtstrecke von Ohligs (heute Solingen Hbf) nach Rittershausen (heute Wuppertal-Oberbarmen). Dort gab es schon seit dem 1. September 1868 einen Anschluss an die Bahnstrecke von Elberfeld (heute Wuppertal Hbf) nach Dortmund.

Das Empfangsgebäude Ronsdorf

Das mehrgliedrige Backsteingebäude in Seitenlage besaß einen einstöckigen Verbindungsbau mit Mezzanin (Halb- oder Zwischengeschoss), der von zwei zweistöckigen Eckbauten flankiert wurde. Die Einfassungen der Fenster und Türen waren aus Naturstein. Die Gebäudeteile besaßen Walmdächer. Im Erdgeschoss gab es einen Empfangsraum mit Fahrkarten- und Gepäckschalter sowie Zugänge zu den Wartesälen und der Bahnhofswirtschaft. Im Obergeschoss befanden sich Wohnungen für die Eisenbahnbeamten. Zusätzlich entstand ein Güterschuppen aus Fachwerk mit Backsteinausfachung (Wandfüllung zwischen den tragenden Teilen z. B. Fachwerk) und ein Abtrittgebäude (Toilette). Aufgrund der großen Steigung zwischen Wuppertal-Oberbarmen und Rondsdorf mussten die Güterzüge in drei Teile getrennt, und in Ronsdorf wieder zusammengeführt werden. Aus diesem Grund verfügte der Bahnhof über zwei mechanische Stellwerke und einer umfangreichen Gleisanlage mit einer Gleisharfe aus mit sieben Gleisen sowie drei Abstellgleisen. Zwei Gleisanschlüsse wurden zu Privatunternehmen verlegt. Zwei weitere Stumpfgleise führten zur Kleinbahn, die im Bahnhof ebenfalls über eine eigene Gleisanlage verfügte. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse II. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen Am 28. Mai 1891 wurde die meterspurige Ronsdorf-Müngstener Eisenbahn eröffnet, die vom Ronsdorf Staatsbahnhof zum Stadtbahnhof der Kleinbahn führte. 1895 wurde auf der Strecke das zweite Streckengleis verlegt. Dabei entstand ein Personentunnel zum neuen, überdachten Inselbahnsteig. Am 4. März 1903 begann die Elektrifizierung der Kleinbahn, die am 5. September 1908 abgeschlossen wurden. Das Stationsgebäude wurde im Norden um einen einstöckigen Anbau erweitert. Das Empfangsgebäude wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt. 1952 wurde der Bahnhof in Wuppertal-Ronsdorf umbenannt. Am 6. September 1959 erfolgte die Stilllegung der Kleinbahn. 25 Jahre nach der Zerstörung des Empfangsgebäudes halfen Sondermittel des Bundes ein bescheidenes, neues Gebäude zu bauen. Das Empfangsgebäude Wuppertal-Ronsdorf Das neue Stationsgebäude zeigt exemplarisch für die 1950/60 er-Jahre wie Karl Radlbeck in seinem Buch „Neue Bahnhöfe“ schreibt: „eine Tendenz zur Verkleinerung der Gebäude, dass sie zu unkenntlichen Flachbauten am Rande der Gleisanlage schrumpften“. Das galt auch für den Ronsdorfer Bahnhof, der am 26. September 1968 eingeweiht wurde. Das Vordach über dem Eingang wurde bis zum Bürgersteig errichtet. Im Gebäude gab es einen Eingangsraum mit Fahrkartenschalter und Zugang zu einer Bahnhofsgaststätte. Ein Treppenabgang führte über einen Personentunnel zum überdachten Inselbahnsteig von 1903. Der Anbau einer großen Güterhalle mit Seitenrampen vervollständigte das Stationsgebäude. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen 1992 ließ die Deutsche Bundesbahn (DB) die beiden Stellwerksgebäude abreißen und reduzierte die Gleisanlage auf fünf Gleise. Nach dem Juni 2002 (Filmaufnahme) wurde die Bahnsteigüberdachung zurückgebaut und durch ein Wartehäuschen ersetzt. 2007 erfolgten umfangreiche Umbauarbeiten. Dabei wurde der Zugang über das Empfangsgebäude und die Unterführung, sowie die Bahnsteigüberdachung entfernt. Was hat sich verändert, was ist geblieben Im Empfangsgebäude eröffnete ein Kiosk, die Güterhalle wird als Lager genutzt. Obwohl die Bahnsteigüberdachung im Bahnhof Remscheid-Güldenwert, der sich an der gleichen Strecke befindet, die selbe Bahnsteigüberdachung unter Denkmalschutz gestellt wurde, entfernte die Deutsche Bahn AG (DBAG) die Überdachung. Das zeigt, wie willkürlich der Denkmalschutz vergeben wird.
Der Müngstener Solingen Hbf Wuppertal-Oberbarmen
Luftaufnahme
Bilder Ronsdorf
Kleinbahn Stadtbahnhof 1891
Bahnhof 1968
Bahnhof um 1950
Kleinbahn Stadtbahnhof 1891 Bahnhof um 1950 Bahnhof 1968 Planung und Konzession 295,0

Bahnstation Wuppertal-Ronsdorf