EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Wuppertal-Steinbeck von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2021 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten
Bau und Streckeneröffnung Am 3. September 1841 wurde die Strecke zwischen Düsseldorf und Steinbeck (heute Wuppertal- Steinbeck) und damit auch der vorläufige Endbahnhof fertiggestellt. Die beiden Bahnhöfe Steinbeck und Elberfeld waren anfangs durch einen Höhenrücken („Döpper Berg“) getrennt. Aufgrund der topografischen Verhältnisse musste ein Durchstich, der den Weg nach Elberfeld freimachte, hergestellt werden. Am 28. Dezember 1848 konnten dann die Gleise zur Bergisch-Märkischen Eisenbahn (BME) nach Elberfeld-Döppersberg miteinander verbunden werden.

Das Empfangsgebäude Steinbeck

Steinbeck war bis zum 8. März 1849 Endbahnhof der Düsseldorf-Elberfelder Eisenbahn- Gesellschaft (DEE). Er sollte nur ein Provisorium sein, bis die Verbindung nach Elberfeld fertiggestellt war. Das Stationsgebäude hatte einen zweistöckigen turmähnlichen Gebäudeteil, mit einem traufenständigen und einstöckigen, rechteckigen Anbau im Westen. Ein vorgelagerter einstöckiger Gebäudeteil reichte bis zur Bahnsteighalle des Hausbahnsteigs. Alle Gebäudeteile besaßen ein Satteldach. Im Obergeschoss befanden sich die Wohnungen des Kassierers und des Bahnmeisters. Der Bahnhof verfügte über eine einständige Lokomotiv-Remise, ein Warenmagazin (Güterschuppen), eine Drehscheibe und eine Wasserstation, in denen sich die Schirrmeister aufhalten konnten. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen Am 9. Oktober 1847 wurde der Personenverkehr zwischen Elberfeld und Schwelm von der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft (BME) eröffnet. Am 9. März 1849 wurde die 0,82 Kilometer lange Streckenlücke zwischen Steinbeck und Elberfeld geschlossen. Mit der Wiedereröffnung des Bahnhofs wurde der Bahnhof in Elberfeld-Steinbeck umbenannt und der Personenverkehr wieder aufgenommen. Das zweite Empfangsgebäude Das traufenständige, zweistöckige Stationsgebäude aus Backstein mit Satteldach entstand zwischen 1877 und 1878. Im Westen war ein Güterschuppenanbau entstanden. Der Hausbahnsteig besaß eine Bahnsteigüberdachung mit zweistieligen Stützen. Ein überdachter Inselbahnsteig mit Stationsbüro war über eine Brücke erreichbar. Gegenüber dem Stationsgebäude war ein Stellwerksbau errichtet worden. Für den Personenverkehr gab es lediglich drei Gleise. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen Am 1. April 1891 wurde die 10,6 Kilometer lange „Burgholzbahn“ nach Cronenberg eröffnet. 1895 erhielt der Bahnhof zwei Rundlokschuppen mit Drehscheiben und einem Wasserturm sowie weitere Stellwerksbauten. Die Gleisanlage erweiterte man um einen Güterbahnhof. Eine Betriebswerkstatt wurde errichtet. 1897 wurde das Stationsgebäude, aufgrund der beengten Verhältnisse, um einen einstöckigen, giebelständigen Erweiterungsbau aus Backstein ergänzt. Vor dem Ersten Weltkrieg wurde der Bahnhof Elberfeld-Steinbeck umgebaut. Das dritte Empfangsgebäude Das 1913 eröffnete repräsentative Stationsgebäude in Seitenlage besaß zwei Stockwerke mit einem hohen Walmdach und Fledermauserkern. Auf dem Dach war ein Uhrenturm errichtet worden. An der Ortsseite entstand ein breiter Segmentbogen-Risalit (ein Bauteil, das aus der Fassade vorspringt) mit Portikus und dorischen Säulen. Das überhöhte Erdgeschoss und das Eingangsportal waren mit Werkstein verkleidet, das Obergeschoss war verputzt. Das Gebäude besaß Rechteckfenster. Manfred Berger beschrieb das Gebäude: „das architektonisch in seiner soliden konventionellen Ausführung den damals modern erscheinenden großbürgerlichen Villen entsprach, einer der Eklektik folgenden Stilrichtung vor dem zuerst recht zaghaften Durchbruch zur Moderne.“ Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen 1914 erfolgte der viergleisige Ausbau der Hauptstrecke. Die Rundlokschuppen des Bahnbetriebswerks wurden abgerissen und durch ein rechteckiges Bauwerk ersetzt. Seit dem 5. Oktober 1930 hieß der Bahnhof Wuppertal-Steinbeck. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Bahnhof durch einen Luftangriff schwer beschädigt. Nach dem Krieg baute man das Stationsgebäude wieder auf. Dabei wurden das Walmdach, der Uhrenturm und der Eingangsbereich nicht mehr erneuert. In den 1980er-Jahren baute die Deutsche Bundesbahn (DB) den Bahnhof für den S- Bahn-Betrieb um. Dabei wurde die Gleisanlage um den Güter- und den Verschiebebahnhof reduziert. Am 22. Februar 1988 wurde die „Burgholzbahn“ stillgelegt. Seit 1991 ist der Bahnhof als Denkmal geschützt. Um 1998 wurde der nördliche Bahnsteig abgebaut. 2007 sanierte die Deutsche Bahn AG das Empfangsgebäude. Es wird heute von verschiedenen Firmen genutzt. Die „Burgholzbahn“ baute man zum Samba-Radweg um. Was hat sich verändert, was ist geblieben Das Empfangsgebäude wurde im Zuge der Sanierung des Hauptbahnhofs renoviert und mit einem weiteren Geschoss mit Glasfenstern erhöht. Durch das fehlende Walmdach hinterlässt das Gebäude einen modernen, aber positiven Eindruck.
Luftaufnahme
Bilder Steinbeck
Bahnhof 1841
Bahnhof von 1913
Bahnhof um 1878
Bahnhof 1841 Bahnhof von 1913 Bahnhof um 1878 Planung und Konzession 159,2
Aachen - Kassel Aachen Hbf Kassel Hbf Burgholzbahn Wuppertal-Steinbeck Wuppertal-Cronenberg

Bahnstation Wuppertal-Steinbeck