EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Wuppertal-Küllenhahn von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2022 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten 298,8
Bahnhof von 1901
Luftaufnahme
Bilder Küllenhahn
Bahnhof von 1901 Burgholzbahn Wuppertal-Steinbeck Wuppertal-Cronenberg
Bau und Streckeneröffnung Die Preußische Staatseisenbahnverwaltung (P.St.E.V.) eröffnete am 1. April 1901 ihre 10,6 Kilometer lange „Burgholzbahn“ zwischen Steinbeck (heute Wuppertal- Steinbeck) und Cronenberg (ab 1950 Wuppertal-Cronenberg). Die Haltestelle Küllenhahn wurde, entsprechend der Richtlinien der Preußischen Staatsbahn nur mit dem Notwendigen versehen, in Betrieb genommen. Die Gleisanlage bestand neben dem Strecken- und einem Umfahrgleis sowie zwei Stumpfgleisen zum Güterschuppen und zur Ladestraße.

Das Empfangsgebäude Wuppertal-Küllenhahn

Das Stationsgebäude von 1890 auf T-förmigem Grundriss im charakteristischen Baustil des „Bergischen Landes“ errichtet, war ein traufenständiges, zweistöckiges Ziegelfachwerkgebäude und einem giebelständigen Gebäudeteil mit Bruchsteinsockel. Die Fassaden zeichneten sich durch ihre farbige Verschieferung aus. Die weit auskragenden Krüppelwalmdächer mit Schwebegiebeln waren mit Schiefer gedeckt. Da das Stationsgebäude sehr klein war, musste im Westen ein 36 Meter langer zum Bahnsteig hin offener Hallenanbau errichtet werden. Sie verfügte über ein dekoratives Ständerwerk und diente zunächst als Räumlichkeit der beengten Bahnhofsgaststätte. Im Osten war ein Güterschuppenanbau aus Fachwerk entstanden. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen 1908/09 musste der Güterschuppen erweitert werden. Dabei entstand auch eine Kopf- und Seitenrampe zur Entladung von Vieh oder sonstiger sperriger Güter. Dafür wurden zwei weitere Ladegleise verlegt. Hinzu kam eine 30 Tonnen Gleiswaage und ein Hebekran. 1910 wurde die offene Seite der „Wandelhalle“ geschlossen und zum Teil als Warteraum genutzt. 1914 verlegte man einen Gleisanschluss zur Firma Triches. 1928 erhielt der Bahnhof auf dem Hausbahnsteig einen Stellwerksanbau. Nach 1945 diente die Wartehalle auch für Wohnzwecke. 1950 erhielt der Bahnhof die Bezeichnung Wuppertal-Küllenhahn. Anfang der 1960er-Jahre wurde die Halle der Bahnhofsgaststätte verlängert. Anfang der 1970er-Jahre stellte die Deutsche Bundesbahn (DB) den Stückgutverkehr ein. 1988 wurde der Betrieb auf der „Burgholzbahn“ eingestellt und das Stellwerk aus dem Betrieb genommen. Das Stationsgebäude wurde verkauft. Am 6. Januar 1992 stellte die Stadt Wuppertal das Stationsgebäude unter Denkmalschutz. Bis 2005 nutzte die „Bahn-Landwirtschaft Steinbeck“ die Wartehalle. Am 27. Oktober 2006 erfolgte die feierliche Einweihung der „Sambatrasse“ als Rad- und Fußgängerweg. Was hat sich verändert, was ist geblieben Das Empfangsgebäude wurde jahrelang sich selbst überlassen, bis es vom Hausschwamm befallen wurde. Das Gebäude verfiel zunehmend, bis die Sanierungskosten so in die Höhe schnellten, dass es wieder aus der Denkmalliste genommen wurde. Es ist eine Frage der Zeit, bis das Stationsgebäude abgerissen werden muss.
PANORAMA Planung und Konzession

Bahnstation Wuppertal-Küllenhahn